Psychologie

PK:2000-03-16:B5

Körpersprache

Feststellung: Man kann nicht nicht kommunizieren.

PK:2000-03-22:B5

Der Mensch aus psychologischer Sicht

(Transaktionsanalyse)

Persönlichkeitsmodell der Transaktionsanalyse

Ich-Zustände

ERIC BERNE beschrieb die Gesamtheit einer Person anhand eines Modells von drei unterschiedlichen Ich-Zuständen. Unter einem Ich-Zustand kann man sich ein Bündel von Gefühlen, Gedanken, Haltungen und Verhaltensweisen vorstellen, mit dem wir Realität definieren und auf unsere Umwelt reagieren. Einen Ich-Zustand kann man als die Art und Weise beschreiben, wie wir einen Teil unserer Persönlichkeit zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt äußern.

Strukturmodell

Dieses Modell fragt danach, wie eine Person beschaffen ist, welche Struktur sie hat.

ELTERN - ICH : das Verhalten, Denken und Fühlen, das wir von unseren Eltern oder anderen Bezugspersonen übernommen haben.
  • kulturelle Werte, Normen, Moral, Prinzipien, Regeln, Ordnungen ("man").
  • Schutz, Fürsorge.
  • ERWACHSENEN - ICH : das Verhalten, Denken und Fühlen als direkte Reaktion auf das Hier und Jetzt.
  • realitätsbezogene Wahrnehmungen und Entscheidungen (problemlösendes Verhalten)
  • Daten, sachliche Informationen
  • KIND - ICH : das Verhalten, Denken und Fühlen, das aus der Kindheit stammt und in der Gegenwart wieder abläuft.
  • Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche
  • Phantasien, Hoffnungen, Illusionen
  • Funktionsmodell

    Wenn wir mit anderen Menschen kommunizieren, verwenden wir zur Analyse der Gespräche ein differenzierteres Modell mit einer weiteren Unterteilung des Kind- und Eltern-Ichs: das Funktionsmodell.

    Beobachtbare Verhaltensmuster der Ich-Zustände (Beispiel):

    fürsorglich (ELf +/-) hilft, umsorgt, schützt, ernährt, ermutigt, tröstet, lobt, belohnt, erlaubt, verwöhnt.

    kritisch (ELk +/-) tadelt, schimpft, moralisiert, straft, verurteilt, wertet ab, schränkt ein, setzt Grenzen, diszipliniert, wirft vor, weckt schlechtes Gewissen.

    ER
    kalkuliert, analysiert, ordnet, überlegt, hört zu, fragt nach, holt Informationen ein, wägt ab, entscheidet, untersucht, beschreibt, ist sachlich, aufgeschlossen, nachdenklich, löst Probleme, stimmt eigene Bedürfnisse mit Umwelt ab.

    angepasst (Ka +/-) gehorcht, ist fügsam, zögert, zieht sich zurück, hat Angst, etwas falsch zu machen

    rebellisch (Kr +/-)

    frei (Kf +/-)

    PK:2000-03-23:B5

    Distanzzonen

    Intimzone 0-50 cm Otoskopieren, Kopfhörer aufsetzen, Insitu-Messung, Abdruck, in den Mantel helfen, Einweisung in Handhabung des Hörgeräts
    Persönliche Zone50-120 cm Beratung, Vorgespräch, Messung
    Soziale Zone120-500 cm Begrüßung, Eintreten des Kunden in den Laden, schneller Kauf
    Öffentliche Zoneab 300 cm
    PK:2000-09-06:B6

    Entwicklungspsychologie

    (nach Erik Erikson)

    AlterPhase/Thema
    1. Phase
    oral
    0-18 Monate
    Urvertrauen <-> Urmißtrauen "Ich bin, was ich bekomme"
    • gegeben bekommen / geben
    • beginnende Unterscheidung gut / böse, Lust / Unlust

    • Erfahrungen über Fühlen (-> viel Körperkontakt) / Bewegung
      Bindungen werden hergestellt
    2. Phase
    anal
    2.-3. Lebensjahr
    Autonomie <-> Scham und Zweifel

    PK:2000-09-13:B6

    Mögliche psychologische Auswirkungen bei hörgeschädigten Kindern:

    1. Phase
     
     
    • Urvertrauen bei ausreichendem Körperkontakt und Schulung anderer Sinne gut entwickelbar.
    • eventuell schreckhaftes Verhalten, z.B. beim plötzlichen Erscheinen am Kinderbett
    2. Phase
     
     
     
     
    • Sprachentwicklung eingeschränkt
    • -> Selbstbewußtseinsbildung eingeschränkt (evtl. zeitliche Verzögerung)
    • -> Äußerung des eigenen Willens ist verändert (z.B. laute, verfremdliche Schreie)
    • -> Erkennen von Grenzen evtl. eingeschränkt
    • -> evtl. Überfürsorge von Eltern möglich (-> Einschränkung von Autonomie möglich)

    pk-b1-19990128

    Die Wahrnehmung einschränkende Faktoren

    insert-after:pk:20000323:b5 - nach den Distanzzone (ja, etwas unlogisch...)vielleicht umsortieren
    

    Spiele

    Spielgewinn, d.h. warum spielen wir Spiele (im Sinne der Transaktionsanalyse)

    SpieleBeispiel EröffnungMögliche Intervention/Verbeidung von Spielen
    V:Ist es nicht schrecklich?
    Gewinn: Sammeln von Mitleid, abfackeln von Enttäuschung, ohne sich direkt auseinandersetzen zu müssen
    "Ist es nicht schlimm, wie ... (die Männer ...)"
    "Heutzutage..."
    Wechsle das Thema
    "Willst Du etwas dagegen unternehmen?→Sonst laß uns von etwas anderem reden."
    V:Makel
    Gewinn:Die Makel an anderen helfen, die eigenen Probleme zu verbergen
    "Er hat ja nicht einmal [... gelesen]"
    "Der trägt ja die Mode von vorgestern"
    "Ich möchte nicht mehr hören, was alles schlecht ist. Sag mir lieber, was du gut findest."
    R:Therapie
    Gewinn:Vermeidung sich mit den eigenen Problemen zu beschäftigen/Gefühl von Überlegenheit.
    "Ich war neulich auf einem Seminar und weiß jetzt, was Dein Problem ist." "Und was ist Dir dabei über dich selbst klar geworden?"
    "Ich möchte nicht von Dir als Patient behandelt werden"
    O:Ich ärmster
    Gewinn: Mitleid/unverstanden sein.
    Darstellung der eigenen Hilflosigkeit → "Ich Ärmste/r (jammern)..."
    "Niemand hilft mir..."
    "Es ist alles so schwer"
    "Auf welche Weise könnte ich Dir helfen?" ⇒ keine Ratschläge geben.
    end of insert-after:pk:20000323:b5